Öffnungzeiten: Mo.-Mi. 08:30-12:00 & 13:30-18:00 | Do. bis 17:00

Für Terminvereinbarungen: 02382 40 34

Mundgeruch

Mundgeruch, medizinisch Halitosis genannt, ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft.

Mundgeruch entsteht, wenn Bakterien im Mund Speisereste zersetzen und dabei übel riechende Schwefelverbindungen freisetzen. Die Hauptursachen für Mundgeruch sind schlechte Mundhygiene, Zahnprobleme wie Karies und Zahnfleischerkrankungen, Mundtrockenheit, Ernährung (dazu später mehr), Rauchen und auch einige Medikamente.

Um Mundgeruch wirksam vorzubeugen, ist eine gute Mundhygiene entscheidend. Dazu gehört regelmäßiges Zähneputzen (mindestens zweimal täglich) und die Verwendung von Zahnseide/Zahnzwischenraumbürsten (einmal täglich) – um Speisereste und Plaque zu entfernen. Da sich auf der Zunge viele Bakterien ansammeln können, hilft auch die regelmäßige Reinigung der Zunge ganz gut.

Wichtig ist auch, den Mund feucht zu halten. Trinken Sie viel Wasser, um den Speichelfluss anzuregen, denn Speichel hilft, Bakterien und Speisereste wegzuspülen. Zuckerfreie Kaugummis oder Lutschtabletten können ebenfalls helfen, den Speichelfluss anzuregen.

Welche Medikamente können zu Mundtrockenheit und damit indirekt Mundgeruch verursachen?

  • selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und trizyklische Antidepressiva, können Mundtrockenheit verursachen.
  • Antihistaminika und abschwellende Mittel: Diese Medikamente, die häufig zur Behandlung von Allergien und Erkältungen eingesetzt werden, können die Speichelproduktion reduzieren und Mundtrockenheit verursachen.
  • Blutdruckmedikamente: Bestimmte Klassen von Blutdruckmedikamenten wie Diuretika (die den Flüssigkeitshaushalt im Körper beeinflussen) und einige Betablocker können ebenfalls zu Mundtrockenheit führen.
  • Schmerzmittel: Opioidhaltige Schmerzmittel können Mundtrockenheit als Nebenwirkung haben.
  • Muskelrelaxantien und Beruhigungsmittel: Diese Medikamentengruppen können ebenfalls die Speichelproduktion beeinträchtigen.
  • Antiepileptika: Einige Medikamente zur Behandlung von Epilepsie und anderen neurologischen Zuständen können Mundtrockenheit verursachen.
  • Antipsychotika: Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie können ebenfalls zu einer reduzierten Speichelproduktion führen.

Was sollte bei der Ernährung beachtet werden?

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen und gegebenenfalls das Vermeiden von Tabakprodukten tragen dazu bei, Mundgeruch zu reduzieren:

  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis enthalten oft harte Schalen oder Körner, die auf der Zunge abgestorbene Zellen abtragen können.
  • Nüsse und Samen: Mandeln, Sonnenblumenkerne und andere Nüsse oder Samen sind reich an Ballaststoffen, haben aber oft eine harte, grobe Textur, die Zunge säubern.

Zusätzlich ist es wichtig, regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen und Zahnreinigungen durchführen zu lassen, um Zahnprobleme zu verhindern oder frühzeitig zu behandeln.